DEVOTION – Ein Haus aus Glas und Schweigen
Worum geht es?
Als der Privatdetektiv Noah Kummer den Auftrag erhält, den verschwundenen Adrian Falk zu finden, führt ihn die Spur zu einem abgelegenen Anwesen tief in den Alpen. Dort lebt die Künstlerin Helena Voss – umgeben von Stille, Kontrolle und Werken, die beinahe lebendig wirken.
Was als Vermisstenfall beginnt, entwickelt sich zu einer Geschichte über Hingabe, Identität und die Frage, ob jeder Mensch überhaupt gerettet werden möchte.
Wie entstand die Geschichte?
Die Entstehung von Devotion verlief anders als ursprünglich geplant.
Nach "Leon - Der Karpatenwirbelwind", einer humorvollen Familiengeschichte aus Sicht eines Hundes, und "Die Legende vom BIG HAKEN", einem sehr persönlichen, autobiografischem Buch über Erinnerungen, Vermächtnisse und meinen Vater, wollte ich mich bewusst auf neues Terrain wagen.
Der Auslöser war dabei überraschend einfach: Ich wollte versuchen, einen Roman in einem Genre zu schreiben, das meine Tochter besonders gerne liest. Die ersten Ideen bewegten sich deshalb deutlich stärker in Richtung Dark Romance.
Während des Schreibens stellte ich jedoch fest, dass diese Stilrichtung nicht wirklich meiner eigenen Art zu erzählen entspricht. Die Grundidee blieb bestehen, doch die Geschichte entwickelte sich in eine andere Richtung.
Aus einer romantisch geprägten Ausgangsidee entstand nach und nach ein psychologischer Spannungsroman über Kontrolle, Vereinnahmung, Kunst und freiwillige Hingabe.
Vom Arbeitstitel zum fertigen Buch
Lange bevor der Titel Devotion entstand, trug das Projekt den Arbeitstitel: „Meißel auf der Seele“
Dieser Arbeitstitel begleitete das Manuskript über einen großen Teil seiner Entstehung und beschreibt rückblickend immer noch sehr gut das zentrale Thema der Geschichte: die Frage, wie Menschen von anderen geformt werden – freiwillig oder unfreiwillig.
Obwohl sich der endgültige Titel geändert hat, ist „Meißel auf der Seele“ für mich bis heute eng mit diesem Roman verbunden.
Warum gibt es eine erweiterte Fassung?
Nachdem das Buch zunächst fertiggestellt war, hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte zwar funktionierte, aber noch nicht ihre volle Tiefe erreicht hatte.
Deshalb entstand eine umfangreiche Überarbeitung.
Neue Kapitel kamen hinzu, Figuren erhielten mehr Raum und insbesondere das letzte Drittel des Romans wurde grundlegend erweitert. Die Geschichte wurde dadurch atmosphärischer, ruhiger und psychologisch deutlich dichter.
Man könnte sagen: Erst diese Überarbeitung machte aus dem ursprünglichen Entwurf das Buch, das ich eigentlich schreiben wollte.
Der kleine Druckfehler, der geblieben ist
Zur Wahrheit gehört auch: Bei den ersten gedruckten Exemplaren ist mir ein klassischer Autorenfehler passiert.
Durch eine Umstrukturierung der Kapitel wurde das Kapitel „Der blinde Fleck“ versehentlich doppelt in die Druckdatei übernommen. Der Fehler fiel leider erst auf, nachdem die ersten Exemplare bereits produziert waren.
Wer eines dieser frühen Bücher besitzt, hält damit also eine kleine Kuriosität der Entstehungsgeschichte in den Händen.
In der aktuellen Fassung begegnet euch „Der blinde Fleck“ selbstverständlich nur noch ein einziges Mal. 😉